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STAPS - Katjas erster Leistungstest...

Wieder einmal etwas, das mit Spannung, aber auch etwas Furcht beäugt wurde - der Termin bei STAPS, die uns mit Leistungstests zur Trainingsoptimierung fördern...

Nicht nur, dass ich befürchtet habe, mein Trainingsstand könnte doch nicht so gut sein - auch triggern hier manche Dinge, die für andere Menschen vielleicht unangenehm, aber völlig normal sind. EKG zum Beispiel - und ich wusste, bei STAPS würde ich eine Sauerstoffmaske zwecks Messung bekommen.

Aber alle Befürchtungen waren unbegründet - auch aufgrund der sehr geduldigen und freundlichen Erklärung der beiden Mitarbeiter von STAPS, was die Abläufe betrifft.

Für alle Interessierten hier einmal das Procedere:

1. Bestimmung des Körpergewichts. Etwas, das für alle Menschen, die mit Essprobleme im weiteren Sinne zu tun haben, durchaus nicht einfach ist. Auch wenn der Verstand zu wissen meint: Gewicht ist okay - das Gefühl sagt immer das Gegenteil - egal wie es in Realität ist. Manchmal nicht ganz einfach, sich dann auf seinen Verstand zu verlassen - und umso besser, wenn man nachfragen darf, ohne schief angeschaut zu werden - so wie es bei STAPS war. DANKE für die Sensibilität!

2. ruhiges Warmlaufen, Laktatmessung im Blut im Ruhezustand

3. nach meinen ungefähren Pace-Angaben auf 10km eingestellt dann 5 Intervalle à 5 Minuten, die sich steigerten. Dabei Messung des verbrauchten Sauerstoffs über die Maske und zwischen den Intervallen jeweils Bestimmtung des Laktatwertes im Blut; Endgeschwindigkeit bei mir war 4:23 auf 5 Minuten.

4. Ausgehen und kurze Pause

5. Messung des Fettanteils des Körpers

6. 5 Minuten Steigerunglauf mittels Erhöhung von Geschwindigkeit / Steigung bis zur max. Belastung, dabei Messung des Sauerstoffverbrauchs.

Das Ergebnis: Für das Vorhaben von "lauf-stark" scheine ich doch recht fit zu sein.

Laktatwert lange Zeit sehr niedrig, dann schießt er hoch. Das heißt, mein Fettstoffwechsel ist gut trainiert, so dass der Körper lange Zeit nicht auf die Kohlehydratreserven des Körpers zurückgreifen muss.

Muskelanteil im Körper gut, Krafttraining würde man sogar eher zurückschrauben, wenns bei der Marathondistanz bliebe. Da es aber um Ultra-Laufbelastung geht, Krafttraining zusammen mit Stabilisationstraining weiter.

Was aber definitiv verbesserungswürdig ist, ist der VO2max, also die Höhe der Sauerstoffaufnahmefähigkeit. Das ist für lauf-stark nicht überlebenswichtig, sorgt aber dafür, dass auch längere Distanzen leichter zurückgelegt werden können.

Momentan mögliche Zeit auf die Marathondistanz: 3:13h (für lauf-stark nicht so wichtig, aber hat mir doch gut getan...).

Heißt also jetzt, Intervalltraining einzubauen. Dabei hat mir STAPS die genauen Pace- und Herzfrequenzwerte an die Hand gegeben, so dass ich jetzt endlich eine Ahnung davon habe, wie ich es anpacken kann.

Die Distanzen langsam erhöhen, das ist ein weiterer Schritt - und weiter gut auf den Körper hören. Denn das ist mit "lauf-stark" auch definitiv besser geworden bei mir - war beim Leistungstest sehr spürbar.

Fazit: STAPS hat unglaublich gut erklärt, wie die Zusammenhänge sind - sogar mein sportwissenschaftlich nicht vorgeprägtes Hirn konnte einiges davon verstehen. Und ehrlich - hier hat es den absoluten Kick gegeben. So vieles, das mensch mit Training und Ernährung beeinflussen kann - das motiviert absolut! Die genauen Werte an der Hand zu haben, an denen entlang "mensch" sinnvollerweise trainieren kann, ist eine riesige Hilfe!

Mich hat es gepackt: Für nach "lauf-stark" wird definitiv ein Ziel sein, mal zu schauen, wie schnell ein Marathon für mich möglich sein wird. Wobei  - das laut STAPS erreichbare Ziel von 2:33h steht für mich in den Sternen. Aber nach denen greifen wir ja bei "lauf-stark" eh manchmal...

Ein sehr sehr herzliches Dankeschön noch einmal an das Team von STAPS!!!