lauf-stark fürs leben 

"nebenan ist überall" - Spenden-Laufprojekt

Tag 16 oder „Bielefeld gibt es doch – und WIE!!!“


Die Eindrücke waren einfach nur grandios. Und haben mich selbst auf mehreren Ebenen total angerührt.

Dazu muss ich sagen – ich habe in Bielefel (Bethel) angefangen zu studieren, es war eine sehr gute und gefühlt sehr freie Zeit, mit völlig verrückten und mit Leben gefüllten Erlebnissen. 1,5 Jahre, die für mich wie eine Atempause waren, im nachhinein. Und seitdem war ich nicht mehr hier. Ich hab fast geheult, weil es so gute Erinnerungen sind – auch die gibt es. Tut gut, zu merken. 

Das Laufen selbst war total entspannt – ich laufe immer lieber früh los und ohne Zeitdruck, und so hatten wir 2 gemütliche Stunden auf einem Feldweg mit Kaffee und Brötchen. 20km vor Bielefeld ist dann Dirk zu uns gestoßen, und zu zweit ging es munter plaudernd weiter bis „hoch“ zu Peter aufm Berge, dem LäuferInnentreffpunkt. 

Dort kam dann die erste große Überraschung: Gut zwei Dutzend LäuferInnen, die gekommen waren – UNGLAUBLICH! Teilweise aus Osnabrück angereist, oder aus Minden – es hat mich echt umgehauen! Und außerdem – überraschend – eine ganz ganz ganz dolle liebe Freundin, die ich seit der Bielefelder Zeit (20 Jahre her) kenne…

Och mensch, schon das hat mich mega berührt. 

Und: Beatrice Tappmeier vom Bellzett hatte nicht nur eine wunderschöne Strecke ausgesucht, sondern auch den Lauf perfekt organisiert, so dass ich mich einfach zurücklehnen konnte. TOLL!!! 

Beim Fußgängertreffpunkt warteten dann noch mehr Leute – wow… - und gemeinsam und mit 3 Hunden ging es weiter. Es war einfach eine total herzliche Athmosphäre. In der Stadt war Weinfest, so dass unser Trupp mit Banner und gut 40 Leuten auch echt auffiel – außerdem hatten die Bielefelder das Weinfest schon munter genutzt, um mit der Spendendose Spenden zu sammeln. J Und beim Stand vom Femnet hatten sich NOCH mehr Menschen ersammelt – seht selbst das Foto… Ich bin sprachlos. 

Begrüßt wurden wir dann von Bürgermeisterin Karin Schrader, die trotz Erkältung und angeschlagener Stimme da war, und noch einmal offiziell von Beatrice Tappmeier.

Was mich hier so sehr bewegt hat: Ich habe mich mit „lauf-stark“ so verstanden gefühlt. Beide Reden haben ganz deutlich rübergebracht, dass sie genau verstanden hatten, was uns bei „lauf-stark“ so wichtig ist. Die Worte haben mich echt umgehauen.

Und was mich ganz oft am meisten bewegt, ist, dass auch andere Betroffene gekommen sind. Es bleibt zwar meist nicht viel Zeit, nur ein paar Worte. Aber das freut mich unglaublich – und ganz ehrlich – ihr tut damit auch mir gut. Weil ihr mich spüren lasst, dass es Sinn macht, und ach weil es einfach gut tut, zu sehen, dass man mit seinen persönlichen Kämpfen nicht allein ist. 

Nach einem netten Abendessen im Femnet-Kreis bin ich gestern ziemlich sehr müde ins Bett gefallen. 

Was für ein Tag – da soll noch einer sagen, „Bielefeld gibt es nicht“ (scheint ja ein running gag zu sein :-P ).

Herzlichen und lieben Dank an die Bielefelderinnen und Bielefelder – und alle anderen, die gekommen sind!